Mitteldeutsche Zeitung – 12. Juli 2018

“Opernstar wird Botschafter – Bastian Thomas Kohl wird Gesicht der Kunst- und Kulturwoche”

Wolfen – Nein, damit hätte Bastian Thomas Kohl wahrlich nicht gerechnet. Der aus Wolfen stammende Opernsänger saß gerade in einer Orchesterprobe im russischen St. Petersburg, als ihn die erste Anfrage aus dem Rathaus erreichte. Die Stadt Bitterfeld-Wolfen wollte ihn zum Kulturbotschafter für die im September geplante erste Kunst- und Kulturwoche machen.

„Ich schaute in meinem eigentlich ziemlich gefüllten Kalender nach – und hatte tatsächlich an diesen Tagen noch Zeit“, erzählt der 31-Jährige mit der markanten, volltönenden Bassstimme. Und so sagte er zu. „Als jemand, der von hier kommt und dem Kunst und Kultur am Herzen liegen, konnte ich gar nicht anders.“

Am Mittwoch konnte Oberbürgermeister Armin Schenk (CDU) deshalb trotz seines Urlaubs dem jungen Wolfener, der längst auf Bühnen in aller Welt zu Hause ist, die Ernennungsurkunde überreichen. Diese ziert ein Spruch von Nkosi Johnson, einem südafrikanischen Jungen, der 2001 mit zwölf Jahren an Aids starb und zuvor mit einer Rede auf der Welt-Aids-Konferenz in Durban Menschen in aller Welt bewegt hatte: „Tu alles, was du kannst, in der Zeit, die du hast, an dem Ort, wo du bist.“

Der 1987 in Wolfen geborene Bastian Thomas Kohl hat in Leipzig und Wien studiert

Für Schenk ist Kohl ein idealer Kulturbotschafter, denn er sei international unterwegs, beglücke die Menschen mit seiner Kunst und habe den Faden zu seiner Heimatstadt nie verloren. Der 1987 in Wolfen geborene Künstler hat in Leipzig und Wien studiert und gastierte schon mit 19 Jahren zusammen mit dem Gewandhausorchester in großen europäischen Konzerthäusern. Die vergangenen drei Jahre war er am Opernhaus Zürich fest engagiert, das mehrfach zur besten Oper der Welt gekürt wurde.

Zum 90. Geburtstag des Kulturhauses in Wolfen gab er im vergangenen Jahr eine Kostprobe seines Könnens. Das Haus kannte er noch gut von seinen ersten musikalischen Auftritten als Spatz im Kinderchor Wolfen. „Damals habe ich versprochen, dass ich in zehn Jahren zum 100. Geburtstag wiederkomme.“ Umso erfreuter sei er über das große Interesse der Stadt an ihm und seiner Kunst.

Und so wird Kohl in der Kunst- und Kulturwoche zahlreiche Veranstaltungen als Botschafter begleiten, Künstler begrüßen und für Gespräche bereitstehen. Vor allem aber wird er auch selber auf der Bühne zum Gelingen beitreten. So ist am 15. September um 18 Uhr im Kulturhaus ein Solokonzert mit Stücken aus Musical, Oper und Operette sowie mit Evergreens wie „My Way“ geplant.

Kostenloser Gesangs-Workshop für Kinder und Erwachsene

Außerdem wird der Mann mit der tiefen Stimme einen kostenfreien Workshop anbieten, in dem mit Kindern ebenso wie Erwachsenen an jeweils einem selbst gewählten Titel gearbeitet wird – egal ob Jazz, Pop oder Klassik. Am Ende können die Teilnehmer ihr Lied in einem kleinen Konzert öffentlich interpretieren.

Kohl freut sich auf die Kulturwoche und ist positiv erstaunt, wie viele Aktionen dafür bereits organisiert wurden: von Lesungen über Grafitti und Poetryslam bis zu Kabarett und Fahrradkino. „Es ist toll, dass unsere Region zeigt, was sie alles zu bieten hat. Dabei helfe ich gerne mit.“ Und als Kulturbotschafter trägt er nun auch die Anstecknadel mit dem Stadtwappen am Revers. (mz)

Der Vorverkauf für das Konzert mit Bastian Thomas Kohl beginnt am 17. Juli im Kulturhaus. Preis: zehn Euro.

Zürichsee-Zeitung Bezirk Horgen – 23. Januar 2018

“Richterswiler Chöre füllen die Kirche”

“RICHTERSWIL Walzer, Polka, Oper: Das Neujahrskonzert von Frauenchor und Sängerverein Richterswil stand im Zeichen von Johann Strauss (Sohn) und Karneval.

Zwar noch Neujahrskonzert genannt, doch thematisch schon beim Karneval von Venedig – so begannen die beiden grossen Chorkonzerte von Frauenchor und Sängerverein Richterswil vom Wochenende. Mit der Chornummer «Zur Serenade» aus «Eine Nacht in Venedig» von Johann Strauss (Sohn) stimmte der Konzertchor mit seinen über 80 Sängerinnen und Sängern unter der Leitung von Claudio Danuser das Publikum auf den Abend ein.

Dann aber rollte der Chor das Feld von hinten auf: Der von den Wiener Philharmonikern als Zugabe gespielte Donauwalzer folgte bereits als zweites Stück. In der ursprünglichen Chorfassung zeigte sich ein interessantes Zusammenspiel zwischen den Frauen- und Männerstimmen, welche zuerst separat, dann vereinigt sangen. Auch der weitere Verlauf des Abends stand im Zeichen von Johann Strauss junior: Tibor Szüts, Kapellmeister des Johann-Strauss-Orchesters Bad Krozingen, stellte sein 15-köpfiges Orchester mit der Annen-Polka vor und erntete begeisterten Applaus vom zahlreich erschienenen Publikum, welches die reformierte Kirche Richterswil bis fast auf den letzten Platz füllte.

Solist stutzt den Chor zurecht

Bravorufe erntete die Solistin Zsuzsa Alföldi (Sopran) für ihre melancholische Interpretation von «Hör ich Cymbalklänge» (Franz Lehár) im Dialog mit Szüts als Zigeunergeiger, träumerisch untermalt von den Streichern im Orchester.

Aus der komischen Oper «Zar und Zimmermann» von Albert Lorzing begeisterte der Bass Bastian Thomas Kohl mit «Heil sei dem Tag», in dem er als Bürgermeister zusammen mit dem Chor eine Huldigungskantate einstudierte und auf das Stichwort «nehmet die Noten» Notenblätter durchreichen liess und einen (absichtlichen) Ausreisser im Chor zusammenstauchte. Nach der Pause verzückte Alföldi mit einem gefühlsbetonten «Spiel auf Deiner Geige das Lied von Leid und Lust» aus Robert Stolz’ «Venus in Seide».

Zum Schluss alle maskiert

Den Einzugsmarsch aus dem «Zigeunerbaron» (Strauss junior) interpretierte Solist Kohl humorvoll und ohne Jackett als Schweinehirt Zsupán. Ebenso amüsant war das Septett «Wie die Weiber» (Lehár), in dem der Sängerverein von Schwierigkeiten mit dem weiblichen Geschlecht berichtete und dafür von der linken Bühnenhälfte gütiges Lächeln  erntete.

Am Ende des Konzerts schlossen Solisten und Chor den Bogen und kehrten mit dem «Karnevalschor » aus «Eine Nacht in Venedig » auf den Markusplatz zurück. Und getreu dem Text «alle maskiert» trug am Schluss der ganze Chor Karnevalsmasken. Mit «Im weissen Rössl» und einer Reprise von «Wien, du Stadt meiner Träume» als Zugaben  entliess der Konzertchor sein Publikum schliesslich ins neue Jahr – oder in die Fasnachtszeit?

Florian Geering”

www.SinfoniaIuventus.pl – 15. Oktober 2017

“Modern world premiere of the religious opera „Moses” by Anton Rubinstein”

“It is not common for an audience to witness a modern premiere of a composition by a prominent author, created more than a century ago. And that is precisely the one-of-a-kind event that will take place in Warsaw in October! Thanks to the efforts of Maestro Michail Jurowski, the world-renowned Russian bandmaster, the principal guest conductor of Polish Orchestra Sinfonia Iuventus, the forgotten score was found, arranged, and a performance of the religious opera Moses by Anton Rubinstein (1829—1894) was prepared. Rubinstein and his brother Nikolai were among the pre-eminent characters of the 19th c. music scene in Russia and internationally. A celebrated pianist, conductor, and teacher (who, among other achievements, founded the St. Petersburg Conservatory, and had Tchaikovsky among his students) was also a prolific — and very popular in his day — composer. His piano concertos were held in high regard (especially the Fourth), and he authored a number of operas. His Demon (1871), based on the work of Lermontov, gained special and lasting popularity, especially in his homeland. However, this area of his work had quickly, and undeservedly, fallen into obscurity. Especially interesting are the series of religious operas composed by Rubinstein (with librettos in German, but performed in translations, too) and dealing with Old and New Testament themes. Among these are Die Maccabäer, Christus, Sulamith, Thurm zu Babel and Moses. It was an expression of a certain fashion which grasped the German speaking countries at the time, and could be explained by e.g. a renaissance of the wonderful set of oratories by Georg Friedrich Händel, which also drew primarily from stories of the Old Testament. During this period, a monumental edition of these works was prepared and they were performed quite frequently, with the audience’s regular praise.

Moses was created in 1885–1891 with the libretto by Salomon Hermann Mosenthal. This acclaimed Austrian playwright is remembered today first and foremost as the author of the libretto for the comic opera The Merry Wives of Windsor by Otto Nicolai, based on the work of Shakespeare. The success of this piece spread fame to the wordsmith as well. Mosenthal also collaborated with Rubinstein (including on one of the “Biblical” operas – Die Maccabäer, 1874, very popular in Russia and Germany), but Moses came to be after the writer’s passing. It tells, in eight evocative images, the entire story of the prophet (it was staged earlier by Gioacchino Rossini, and later —by Arnold Schönberg); Moses was also the protagonist of numerous oratories (such as Händel’s Israel in Egypt, and Max Bruch’s composition of 1895, contemporary to Rubinstein’s piece, and bearing the same title), utilising an expansive range of means of performance (20 solo parts, a choir, and a large orchestra). The piece maintains an expressive, neo-Romantic style and features a number of magnificent arias and ensembles, and in particular some enchanting group scenes that depict the dramatic episodes described in the Biblical Pentateuch. It has never been publicly performed in full on stage, although it has been prepared for a performance in Prague, at the Neues Deutsches Theater (later the Státní Opera) in 1892; it reached the stage of a closed dress rehearsal when the theatre went bankrupt and all the performances were called off. The fad for religious operas was already waning, and the death of the author, not long after he composed this piece (one of his final works) all but sentenced most of his works to oblivion.

The long-awaited premiere of the concerto version of the opera conducted by Michail Jurowski will take place at the National Philharmonic on 15 October 2017, and will be recorded. The title part features the baritone Stanisław Kuflyuk, born in Ukraine, with close ties to Poland for years, and with world-wide recognition. His mother, Jochebed, will be portrayed by the famous Małgorzata Walewska – a star of the MET, the Royal Opera House, and other prestigious stages. We will also witness the performance of Evelina Dobračeva (Asnath, daughter of Pharaoh), a star of e.g. the Bolshoi Theatre in Moscow, and Torsten Kerl (the Pharaoh; he shall also be the voice of God Himself), a German tenor who often takes on Wagnerian and Straussian parts. This is but a fragment of the immense cast – aside from a plethora of other excellent soloists, the highlighted group parts will be performed by the National Philharmonic Choir and the Artos Children’s Choir.
The importance of the event is evidenced by the fact that it falls under the patronage of UNESCO, one of the most prestigious honour for cultural events, globally. It can be sought by the organisers of events with international reach, which represent the highest level of artistry and substance, and whose authors and performers need to have significant creative output in their field, and years of activity and recognition. Polish Orchestra Sinfonia Iuventus and its unprecedented undertaking meet those requirements without exception.

Performers:
Moses: Stanisław Kuflyuk (baritone)
Pharaoh, the King of Egypt: Torsten Kerl (tenor)
Asnath, his daughter: Evelina Dobračeva (soprano)
Johebed, mother of Moses: Małgorzata Walewska (mezzo-soprano)
Miriam, her daughter: Chen Reiss (soprano)
Job, old Israelite: Adam Zdunikowski (tenor)
Overseer: Marek Kalbus (bass)
Voice of God: Torsten Kerl (tenor)
Jethro, Midianite priest: Piotr Nowacki (bass)
Zipporah, his daughter: Irina Papenbrock (alto)
Aaron, brother of Moses: Bastian Thomas Kohl (bass)
Korah: Tomasz Kuk (tenor)
Asnath the slave: Monika Ledzion-Porczyńska (mezzo-soprano)
Joshua: Adam Zdunikowski (tenor)
Balak, King of Moab: Marek Kalbus (bass)
Balaam, prophet: Aleksander Rewiński (tenor)
Messenger; Military commander: Tomasz Warmijak (tenor)
Hur: Leon Marut (alto)
Four Levite Priests: Daniel Woźniak (tenor 1), Emil Zwoliński (tenor 2),
Krzysztof Chalimoniuk (baritone), Andrzej Kozłowski (bass)
Narrator: Jerzy Trela (recitation)
Choir of the National Philharmonic
Bartosz Michałowski – choir director
Artos Children’s Choir
Danuta Chmurska
– choir director
Polish Orchestra Sinfonia Iuventus
Michail Jurowski – conductor”

La Montagne – 4. März 2017

“La finale du 25ème concours international de chant de Clermont-Ferrand a eu lieu, samedi 4 mars. Le jury a trouvé les belles voix pour les bons rôles.

Le 25ème concours international de chant de Clermont-Ferrand, qui a auditionné 84 candidats venus du monde entier, n’a retenu que 24 candidats pour participer à la demi-finale du jeudi 2 mars. Cette dernière en a laissé 14 pour la finale, samedi 4 mars : 3 mezzos, 7 sopranos, 2 ténors, 1 basse et 1 baryton restaient en lisse pour la finale du 25ème concours international de Clermont-Ferrand. Cette finale fut donc l’occasion d’entendre ces candidats dans des airs de L’enlèvement au Sérail pour les rôles de Pedrillo, Osmin Blonde et Konstanze ainsi que dans des airs de Schubert et Brahms pour le Récital An die Musik et Mahler, Schreker et Zemlinsky pour le Concert Vienne fin de siècle. Et les grands gagnants sont:

[…]

Bastian Thomas Kohl

Basse allemande de 30 ans, il postulait pour le rôle d’Osmin. Durant cette finale, il a interprété un duo Osmin / Blonde par deux fois et a ainsi pu convaincre de sa légitimité pour ce rôle qu’il jouera donc dans l’Enlèvement au sérail de Mozart au cours de 13 représentations données de Clermont-Ferrand à Rouen, en passant par Avignon, Massy et Reims de décembre 2017 à janvier 2019. Il remporte aussi le Prix du Public Bernard Plantey.

Les rôles de Belmonte, Blonde et n’ont pas été attribués, le jury ne trouvant pas dans ces artistes celui, ou celle qui pourrait les interpréter idéalement.”

Mitteldeutsche Zeitung – 29.10.2016

“Gesangstalent von der Fuhne: Vom Kinderchor Wolfen in die
Opernhäuser der Welt

Was für eine Stimme! Tief, weich – Bass eben. Sarastro in der Zauberflöte, Don Alfonso in Cosi fan tutte, Osmin, in Die Entführung aus dem Serail – sie alle lassen den Bass aus der Kehle – treffen den richtigen Ton in einer besonderen Welt.

In der fühlt sich auch Bastian Thomas Kohl zu Hause. Bass eben. Seit kleinauf ist der gebürtige Wolfener stimmgewaltig unterwegs – auf den Bühnen der Welt wurde er zum Botschafter. Und da ist noch Luft nach oben.

Der 29-Jährige singt derzeit am Opernhaus Zürich – vielleicht irgendwann an der Metropolitan Opera in New York? Das wäre sein Traum.

Karrierestart im Wolfener Kinderchor

Und doch begann seine musikalische Karriere als Spatz im Kinderchor Wolfen. „Ich hatte eine wunderbare Kindheit“, erzählt Kohl.

Gut behütet wuchs er mit drei Geschwistern auf. Seine Eltern leben heute noch an der Fuhne. So oft es ihm die Zeit erlaubt, zieht es den Opernsänger in die Heimat.

Am Wochenende wird er wieder kommen. Kohl tritt beim deutschlandweiten Bundeswettbewerb Gesang in Leipzig an. Ein Katzensprung von Wolfen. „Endlich wieder in der Heimat.“ Das hat Seltenheitswert.

Der junge deutsche Bass erhielt seine ersten musikalischen Impulse bereits im Alter von vier Jahren in der Yamaha Musikschule in seiner Heimat.

Es folgte eine neunjährige Ausbildung am Landesmusikgymnasium in Wernigerode. Dort sang er im renommierten Rundfunkjugendchor, absolvierte Fernsehauftritte und Konzerte im In- und Ausland, gewann zahlreiche Preise und produzierte erste CDs.

Studienfach: Klassischer Gesang

Das Studium für „Klassischen Gesang: Oper“ absolvierte er sowohl an der „Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig“ als auch an der „Universität für Musik und darstellende Kunst Wien“.

Mit 19 Jahren konzertierte Kohl erstmals in den großen Konzerthäusern Europas mit dem Gewandhausorchester zu Leipzig unter der Leitung von Maestro Riccardo Chailly im Opernchor Leipzig. 2014 führte ihn sein erstes Soloengagement zum „Origen Festival Cultural“ in die Schweiz, wo er in der Oper „David“ Papst Leo III. und im Musiktheater „Der Kaiser im Bad“ auf „Burg Riom“ sang.

Noch im selben Jahr wurde er in das Junge Ensemble am international renommierten Opernhaus Zürich als Solist engagiert, wo er bei zahlreichen Debüts unter anderem in „Lohengrin“, „Der Freischütz“, „Robin Hood“ zu hören ist.

Das ist genau sein Ding. Hoffentlich noch viele Jahre. Die Stimme ist sein Leben, irgendwie auch sein Kapital. Seine Stimmbänder sind fest und stark. Toi, toi, toi, meint Kohl. Vor der Zukunft habe er keine Angst.

Man sagt: „Ein Bass erreicht seinen Zenit mit Mitte 50.“ Schon wäre es, stecke ein Fünkchen Wahrheit dahinter, lacht Kohl. Der ist guter Dinge, passt auf sich auf – viel Schlaf, Disziplin, Sport, Ernährung. Manchmal wird der Sänger auch zum Lehrer.

„Ich unterrichte Gesang vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen – ob Klassik oder Pop – an der Zürcher Hochschule der Künste.“ Apropos Pop? Natürlich kann das Leben in allem bunt sein. Auch das von Bastian Kohl.

Eine gute Mischung von Rock und Pop sei für seine Ohren eine Wohltat. Die „Toten Hosen“, Simon and Garfunkel, aber auch Eminem entführen ihn in eine andere Welt der Musik, wenn der Vorhang gefallen ist.

Der geht am nächsten Tag wieder auf. Hoffentlich noch oft in seinem Leben, betont der junge Sänger. Denn er hat noch viel vor, wenn man ihn lässt. Die Welt sei groß und und er ist bereit, als Kaspar im „Freischütz“ oder Sarastro in „Die Zauberflöte“ zu singen. Dafür toi, toi, toi. (mz)”

Höfner Volksblatt – 18.03.2016

“Musikalischer Leckerbissen für Opernliebhaber – Das strahlende Frühlingswetter stellte keine Konkurrenz zum gestern Nachmittag aufgeführten Konzert im Tertianum Residenz Huob in Pfäffikon dar.

Es ist bekannt, dass im Tertianum Residenz Huob viele qualitativ gute, vielseitige Konzerte auf dem Programm stehen. Gestern Nachmittag gab es aber einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen zu hören. Aus Zürich waren Sänger Bastian Thomas Kohl (Bass) und Pedro Bersio (Piano) zu Gast mit einem Programm, das mit einer Ouvertüre, Opernarien und Liedern aus zwei Musicals bestückt war. Sänger Bastian Thomas Kohl sowie auch Pianist Pedro Beriso sind beide am Opernhaus in Zürich engagiert. Entsprechend professionell und hochstehend zeigte sich das rund einstündige Konzert.

Speziell an diesem Konzert war, dass zwischendurch Originaltexte aus den entsprechenden Opern gesprochen wurden und das Publikum so auch in den Genuss der schauspielerischen Fähigkeiten der beiden Künstler kam.

Arien aus berühmten Opern

Aus Wolfgang Amadeus Mozarts «Die Zauberflöte» kündigte zu Beginn des Konzerts «Der Marsch der Priester»  würdevoll die Ankunft der Priester mit Sarastro an der Spitze an. Mit der Arie «In diesen heiligen Hallen» hatten Sänger und Pianist, die wunderbar miteinander harmonierten, das Publikum bereits auf ihrer Seite. Die zweite Arie Sarastros «Oh Isis und Osiris» berührte und beeindruckte ebenso. Die Rolle des Sarastro scheint Kohl, von seiner Ausstrahlung und seiner wohlklingenden und vollen Stimme her, auf den Leib geschrieben zu sein.

Das ansprechende Programm enthielt weitere Arien berühmter Opern
sowie auch die von Pedro Beriso vorgetragene Ouvertüre aus «Der  Rosenkavalier » von Richard Strauss.

Im Lied «Wenn ich einmal Reich wär» träumt der in Armut lebende Milchmann Tewje von «so vielen Hühnern und Gänsen, dass alles nur so quietscht und schreit». Das berühmte Lied aus Anatevka wurde treffend interpretiert. Auch das schöne, ausdrucksvolle Lied «Old man river» aus dem Musical «Showboat» liess sehnsuchtsvolle Gefühle aufkommen und vermittelte die Erhabenheit des träge dahinfliessenden Mississippi.”

NMZ – Neue Musikzeitung – 10.05.2015

Russischer Surrealismus mit lateinamerikanischer Musikwürze – Oscar Strasnoys „Fälle“ nach Texten von Daniil Charms am Opernhaus Zürich

“Das Ensemble des Internationalen Opernstudios Zürich erweist sich durch die Bank als kompetent und treffsicher – von der Bassgewalt Bastian Thomas Kohls über die durch den Bassbariton Roberto Lorenzi oder die Mezzosopranistin Lin Shi vertretenen mittleren Stimmlagen bis zu den Spitzentönen von Alexandra Tarniceru oder der aus der Schweiz stammenden Sopranistin Estelle Poscio. Mit diesem so dynamisch, reaktionsschnell und quirlig agierenden Team geht es auch des Weiteren turbulent und deftig zu: Da entwickelt einerseits die Körper-Artistik des „neuen Menschen“ an zwei Strapaten ihre Faszination, wird andererseits aber Lynchjustiz praktiziert (das heißt: die Meute schickt sich an, Köpfe und Arme abzureißen).” zum Artikel

Wiener Zeitung – 16.03.2015

G.F. Händels Oratorium „Saul

Der großgewachsene junge deutsche Bass, Bastian Thomas Kohl, orgelte bei seinem Debüt, im „Großen Saal des Wiener Musikvereins“, mit mächtiger Stimme vor ausverkauftem Publikum die Partie des Samuel ohne Fehl und Tadel. Begleitet wird er hierbei vom „Concentus Musicus“ unter der Leitung von Stardirigent Maestro Nikolaus Harnoncourt. Stehende Ovationen der 2000 Zuschauer!